Die feinsten Tees der Welt wachsen im Himalaya

Am Fuße des Himalaya, 1.500 Meter über dem Meeresspiegel, wachsen die feinsten Tees der Welt. Hier liegen die Teegärten unseres langjährigen Lieferanten Ambootia. Demeter Darjeeling Schwarztee wird in diesen Höhenlagen nach allen Regeln der Kunst angebaut. Die Teesträucher wachsen besonders langsam, jeden Morgen legt sich kühler Tau auf die Blätter, der dann von der intensiven Bergsonne vertrieben wird. Das Zusammenspiel von Höhenlage, Boden und Licht ist das Geheimnis dieses Spitzentees aus dem Teegarten Ambootia. Der renommierte Teegarten im Darjeeling-Distrikt gehört zu den ältesten in der Region. Seit vielen Jahren wird hier nach Demeter-Richtlinien angebaut.

Bis zu 15.000 Blatteinheiten werden für 1kg Schwarztee gepflückt


Nur die Knospe und die ersten zwei Blätter werden mit großer Sorgfalt von Hand gepflückt. Je nach Jahreszeit wachsen die feinen Spitzen alle 8 bis 10 Tage nach. Bis zu 15.000 Blatteinheiten werden für ein 1kg Schwarztee gepflückt und direkt auf der Plantage nach traditionellen Methoden verarbeitet. Der grüne Darjeeling-Tee bleibt unfermentiert. Ganz anders der Schwarztee, der durch diesen entscheidenden Verarbeitungsprozess erst zu Schwarztee wird. Tradition, Erfahrung und handwerkliches Können sind notwendig, um aus grünen Teeblättern einen hochwertigen Darjeeling-Schwarztee zu schaffen.

Die Kunst der Teekultivierung reicht viele Jahrhunderte zurück. Geschichte vernebelt sich zum Mythos. Der chinesische Kaiser Shen-Nung soll ganz nebenbei das Zaubergetränk entdeckt haben. Der Herrscher liebte heißes Wasser, ein Blatt fiel sanft hinein und der Tee war entdeckt. Seitdem arbeiteten Generationen mit Leidenschaft an der Perfektion der Teekultivierung.

Die Lage spitzt sich zu


Ende der 1960er Jahre hielten Pestizide, Herbizide und chemische Dünger Einzug im Tee-Anbau. Die Erträge stiegen rasant an. Der Boden laugte in gleichem Maße aus. Ein Erdrutsch tat sein übriges und riss gewaltige Mengen Boden in die Tiefe. Mitte der 1980er spitzte sich die Lage gefährlich zu. Der Boden im Teegarten Ambootia war mittlerweile so erschöpft, dass trotz stetig erhöhter Dosen chemischen Düngers nichts mehr ging. Die Erträge fielen und die Teegarten-Arbeiter rebellierten. In dieser Zeit übernahm die Familie Bansal den Teegarten Ambootia und wagt den Neustart.

Alles dreht sich um die Qualität des Bodens


Zuerst dreht sich alles um die Qualität des Bodens. Er muss wiederbelebt werden, nach den Prinzipien des Ökolandbaus und Demeter-Methoden. In diesen Jahren besucht Ulrich Walter oft den Teegarten an den Hängen des Himalaya. Er unterstützt den Eigentümer Sanjay Bansal, sichert Abnahmegarantien zu und vermarktet die neuen Bio-Tees in Deutschland. Das schafft Sicherheit.

Ein in sich geschlossenes, sich selbst stabilisierendes Landwirtschafts-System entsteht: In Ambootia werden die meisten Lebensmittel selber angebaut. Die anfallenden Speisereste werden an über 300 Kühe verfüttert. Der anfallende Stallmist wird dem Kompost beigegeben. Kompost und bio-dynamische Präparate geben dem Boden Kraft und Vitalität. Mensch, Tier und Pflanze wirken in einem System zusammen.

Ein groß angelegtes Wiederaufforstungsprogramm lässt Schattenbäume wachsen, die dem wieder zu Leben erwachten Boden den notwendigen Halt geben. Wasserkraftanlagen machen jetzt privaten Holzeinschlag überflüssig und liefern den Teepflückern die notwendige Elektrizität.

Gewinnbeteiligung für die Teepflücker


Die ganzheitliche Lebens- und Arbeitsphilosophie Ambootias schließt die Mitarbeiter des Teegartens mit ein. Die Teepflücker erhalten zusätzlich zum Mindestlohn eine Gewinnbeteiligung. Sie bekommen eine Gesundheitsversorgung und Wohnhäuser gestellt. Abends treffen sich die Familien in Gemeinschaftsräumen und haben Zugang zu Computern. Für die Kinder gibt es eine Schule und Stipendien für höhere Bildung. In biozertifizierten Gärten bauen die Familien für sich Ingwer, Kurkuma und Orangen an. Für die hochwertigen Bio-Waren bekommen sie gute Preise, die ein gutes Zusatzeinkommen einbringen.

Mr. Sanjay Bansal: "Meinen Mitarbeitern soll es gut gehen"


Für den Ambootia-Eigentümer Sanjay Bansal (links im Bild) ist das eine Selbstverständlichkeit: „Meinen Mitarbeitern soll es gut gehen, sie müssen ein erfülltes Leben haben. Dann lieben sie ihre Arbeit und das ist das Beste für den Teegarten. Das wunderbare Ergebnis sind feinste Bio-Tees aus dem Himalaya“.